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Reisevorsätze 2019: 8 Ideen, um 2019 noch bewusster und besser zu reisen

Reisen wird immer einfacher. Flugpreise sinken, ferne Destinationen rücken in die Nähe. Doch bei aller Liebe zum Weltenbummeln sollte Reisen kein stures Ländersammeln sein, sondern das bewusste Entdecken der Welt. In Länder eintauchen, statt sie nur zu streifen, auf Menschen zugehen, statt an ihnen vorbeizuhasten. Aber vor allem auch so zu reisen, dass man niemandem schadet – weder Land, noch Leuten. Weil das Ziel in der Ferne immer das Zuhause von jemandem ist. Ein Plädoyer für bewussteres und besseres Reisen und die Kunst, die Schönheit der Welt richtig zu sehen.

Besser reisen ♥ Tipp 1
Die eigene Comfort-Zone verlassen

Viele haben einen Reiserhythmus, dem sie unbewusst folgen, ohne es zu merken. Der jährliche Trip nach London ist genauso geplant wie die üblichen zwei Wochen am Meer. Doch die Welt hat so viel mehr Abenteuer im Angebot, auf die es sich einzulassen gilt. Reisen müssen nicht immer linear verlaufen. Wer immer nur alten Gewohnheiten folgt, vergibt sich die Chance auf neue Erfahrungen und lässt die Welt vielleicht genau an jener Stelle links liegen, wo sie sich von ihrer schönsten Seite zeigt. Wer bewusster reisen möchte, muss auch mal Risiken eingehen und alte Muster durchbrechen. Die eigene Comfort-Zone zu verlassen, ermöglicht einem die schönsten Abenteuer auf Reisen. Statt nach London geht es in eine unbekanntere Stadt, statt ans Meer mal in die Wüste. Wer sich offen zeigt bei der Wahl des Reisezieles und sich traut, mal etwas völlig anderes zu sehen, wird überrascht sein, was das mit einem macht. Denn außerhalb der eigenen Comfort-Zone entdeckt man nicht nur neue Länder, sondern lernt auch jede Menge über sich selbst. Wenn man mit dem Backpacker loszieht satt mit dem Trolley. Wenn man ins Hostel geht statt ins Hotel. Wenn man individuell reist statt All-inklusive. Mit Gewohnheiten zu brechen, über den Tellerrand zu gucken und so über sich selbst hinauszuwachsen, kann das Leben und das Reisen auf den Kopf stellen – und zum Besseren verändern.

Besser reisen ♥ Tipp 2
Off-Season reisen

Stell dir vor, es ist Urlaub – und keiner geht hin! Wer gerne reist und die Möglichkeit hat, den Zeitpunkt selbst zu bestimmen, sollte abseits der Massen planen und reisen und vor allem die Hauptsaison meiden. Es ist ein natürlicher Reflex, dass man sich über die beste Reisezeit für ein neues Urlaubsziel informiert, klar ist aber auch, dass man dann genau dann losgeschickt wird, wenn auch alle anderen reisen. Und das bedeutet: Es ist voll, es ist überlaufen, es ist teuer. Wer indes Off-Season reist, hat die Chance auf ein völlig anderes Erlebnis. Dann zeigen sich nämlich Städte und Länder von einer völlig anderen Seite. Wer abseits der Saison reist, entdeckt die Welt viel ursprünglicher und ehrlicher. Dann ist nicht alles für Touristenmassen vorbereitet und man hat die Chance, Seiten zu entdecken, die vielen verwehrt bleiben, die immer nur saisonal reisen.

Reisevorsätze 2019: 8 Ideen, um 2019 noch bewusster und besser zu reisen

Besser reisen ♥ Tipp 3
Overtourismus vermeiden

Die Welt leidet unter Overtourismus. Städte, Länder und Weltwunder brechen unter Touristenmassen zusammen – und doch reisen alle bestimmten Hypes hinterher. Warum? Weil man glaubt, etwas unbedingt sehen zu müssen? Vielleicht sollte man sich selbst hinterfragen, bevor man einen Trip zum Taj Mahal, der chinesischen Mauer oder zum Machu Picchu bucht. Ist das Bedürfnis wirklich so groß, dorthin zu reisen? Oder ist das eigentlich eines jener Dinge aus der Kategorie „muss man gesehen haben“? Was passiert, wenn ich es nicht sehe? Die Antwort ist meist: nichts. Und letztlich ist jede Reise schöner, die man nicht in Touristenmassen verbringen muss, die sich um das beste Foto prügelt. Wer die Welt nur an jenen Stellen sehen möchte, wo sie am bekanntesten und berühmtesten ist, verpasst die Schönheit, die sich alljenen zeigt, die auch abseits der Klassiker reisen.

Besser reisen ♥ Tipp 4
Mehr Zug mit dem Zug fahren

Wer viel reist, der weiß, wie ermüdend es sein kann, lange Flüge zu überstehen oder stundenlang auf Flughäfen zu sitzen. Gerade erfahrene Weltenbummler wissen: Ein großer Teil des Reisens besteht aus Wartezeiten, meist auf Flughäfen oder auf dem Weg dorthin. Bei manchen dieser Trips könnte man den Weg aber anders gehen. Anders und vor allem entspannter. Wer nur manchmal das Flugzeug mit dem Zug ersetzt, wird merken, wie schön es sein kann, langsamer zu reisen. Entschleunigter. Entspannter. Die Reise dauert zwar länger, lässt einen aber meist besser ankommen: eben weil die rasende Geschwindigkeit fehlt, die uns binnen weniger Stunden am anderen Ende der Welt ausspuckt. Weil man sich so die Möglichkeit gibt, langsamer und bewusster anzukommen.

Besser reisen ♥ Tipp 5
Mehr in der Heimat reisen

Bei Reisen zieht es uns automatisch in die Ferne. Je weiter weg ein Reiseziel ist, umso exotischer scheint es zu sein. Das ist aber ein Denkfehler, den wir korrigieren müssen. Denn auch in der eigenen Heimat gibt es unendlich viel zu entdecken. Ist das Abenteuer automatisch kleiner und die Reise weniger wert, wenn man im eigenen Land reist? Nein! Denn es ist nicht die Anzahl der entfernten Kilometer, die ein Reiseziel definieren. Die Welt entdeckt man auch vor der eigenen Haustüre. Man muss nur das Vorurteil loslassen, dass das Abenteuer nur außerhalb der Grenzen wartet. Genau dann findet man es nämlich im eigenen Land.

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Besser reisen ♥ Tipp 6
Lokale Erzeuger unterstützen

Bewusster reisen bedeutet unter anderem, dass man manch Gewohnheit von zu Hause nicht in den Urlaub mitnimmt. Ja, bei Starbucks gibt es fast überall auf der Welt die Gewissheit auf kostenloses WLAN. Aber heißt das automatisch, dass man woanders keines findet? Vielleicht ist direkt um die Ecke ein kleines Café, wo es auch Internet gibt – plus die Gewissheit, dass man jemanden vor Ort unterstützt und keine weltweite Coffeeshopkette, deren Filialen überall gleich aussehen, egal ob in München oder Mexico City. Genauso verhält es sich bei Klamotten und Souvenirs. Muss man echt im H&M am anderen Ende der Welt einkaufen? Muss es wirklich ein Mitbringsel sein, das ganz klar den Stempel „Made in China“ trägt? Es gibt keinen Ort auf der Welt, in dem man nicht Dinge entdeckt, die vor Ort gefertigt wurden. Von Menschen, die dort leben und vor allem von ihrem Handwerk leben. Warum also nicht bewusster reisen und auf lokale Produzenten und Produkte achten? Wer reist, trägt auch Verantwortung. Diese beinhaltet, sich auf Land und Leute einzulassen. Und sich bewusst zu machen, dass viele Orte von Tourismus leben. Es geht nicht überall um die bewusste Touristenabzocke, sondern auch oft ums blanke Überleben. Wer lokale Unternehmen und Erzeuger unterstützt, hinterlässt sein Geld sinnvoll.

Besser reisen ♥ Tipp 7
Off the path reisen

Ob bei der Vorbereitung vor einer Reise oder nach der Ankunft: Viele Reiseführer erzählen dasselbe, viele Hotel- und Hostelangestellten geben immer die gleichen Tipps. Zu unterscheiden, was ein Touristenklassiker ist und was ein wirklich wertvoller Tipp, ist nicht immer einfach, aber durchaus machbar. Wer off the path reisen möchte, muss nur bewusster recherchieren und offen sein. Nicht nur um die Ecke gehen, sondern auch um die Ecke denken. Wohin zieht es die meisten Touristen? Was sind die Klassiker? Und dann genau das Gegenteil tun. Abbiegen. Die Richtung wechseln. Neue Pfade gehen. Und sich auch mal überraschen lassen. Einfach in eine U-Bahn steigen und spontan aussteigen. Jemanden im Café fragen, wo er am liebsten essen geht. Reiseführer links liegen lassen und dafür Menschen beobachten. Wohin sie gehen, was sie machen. Und vor allem neugierig sein, die Augen offen haben und reden: nicht mit anderen Touristen, sondern mit Einheimischen.

Besser reisen ♥ Tipp 8
Keiner Instagramability hinterherreisen

Keine Frage: Instagram kann auf Reisen ein prima Tool sein, um Ideen zu finden. Ob Restaurants, Shops oder die fototauglichsten Orte – im Endeffekt kann man alles suchen. Aber genau das birgt die Gefahr. Und führt dazu, dass man sein Telefon gar nicht mehr aus der Hand gibt. Und noch schlimmer: dass man auf Instagram gehypten Orten hinterherjagt. Heutzutage geht es in erster Linie nicht darum, etwas zu sehen, sondern etwas zu posten – und das schmälert das Reiseerlebnis enorm. Wer vor einem Weltwunder steht und nur überlegt, aus welchem Winkel es am besten in Szene zu setzen ist, vergibt sich die Chance auf das echte Reiseerlebnis und den eigentlichen Grund, warum man hier ist. Man möchte die Welt entdecken. Etwas Neues sehen, etwas Neues lernen. Vor einem gigantischen Bauwerk stehen und spüren, wie hier Geschichte geschrieben wurde. Wer in jenen Momenten nur an die höchste Instagramability denkt, ruiniert sich die Reise und setzt sich selbst einem Druck aus, der völlig unnötig ist. Kein Instagramfoto der Welt kann das echte Erlebnis ersetzen! Deshalb ist es wichtig, sich selbst öfter mal an der Nase nehmen und sagen: Schluss. Das Handy wegzulegen. Und sich ohne Ablenkung einzulassen auf das, was vor einem liegt: die Schönheit der Welt.

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