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Klasse statt Masse auf Kreta: 7 Tipps für einen individuellen Urlaub abseits vom Pauschaltourismus

1. Stadt und Strand: Auf Kreta geht beides

Keine Frage: Im Urlaub – vor allem auf einer malerisch schönen griechischen Insel – will man die Seele baumeln lassen und vor allem eines: am Strand liegen, im Meer schwimmen, gut essen und ansonsten nichts tun. Ich bin da keine Ausnahme. Und habe viele Male in Griechenland genau so Urlaub gemacht. Aber als ich unlängst nach Kreta flog, lernte ich: Es geht auch beides, denn die Stadt Rethymno macht’s möglich! Wie? Durch eine ausgezeichnete Lage: Die drittgrößte Stadt Kretas liegt im Norden der Insel direkt am Meer, deshalb kann man sich ein schönes Hotel suchen, inklusive Beachfeeling, braucht aber nur einen Katzensprung in die Stadt, wenn man das Sonnenbaden mal unterbrechen will.

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2. Spaziergang durch die Altstadt von Rethymno

Kreta ist bekannt für Pauschaltourismus, Rethymno hat es allerdings geschafft, sich seinen ursprünglichen Charme zu erhalten. Die Stadt hat gerade mal 35.000 Einwohner, sodass man zwar ein städtisches Gefühl hat, aber alles fußläufig zu erreichen ist und man entspannt durch die malerischen Gassen spazieren kann. Die beste Zeit dazu ist nach dem Frühstück; gerade im Sommer kann es richtig heiß und die Luft in den Gässchen drückend sein. Ich war eines Nachmittags unterwegs und hatte enorm mit der Hitze zu kämpfen, daher rate ich jedem, lieber früher aufzustehen und bei kühleren Temperaturen die Stadt kennenzulernen. Morgens hat man Rethymno dann auch fast für sich alleine, weil die Urlauber noch schlafen. Dann strolcht man durch die bunten Straßen und staunt über die historische Altstadt, von der rund 90% noch erhalten sind. Besonders schön sind die venezianischen Einflüsse: Es lohnt sich, die „Fortezza“, die Festungsanlage hoch über der Stadt thront, zu erklimmen, dafür wird man mit einem weitläufigen Blick über die Stadt und das Meer belohnt.

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3. Nachhaltig gut shoppen in Rethymno shoppen

Bin ich auf Reisen, schaue ich mich – natürlich auch, weil es mein Beruf als Reisejournalistin ist – nach spannenden Shops um. Und kann es mir selten verkneifen, auch etwas kaufen. In Rethymno war ich besonders angetan davon, dass es abseits der typischen Touristenshops auch Läden gibt, die authentisch sind und vor allem Produkte verkaufen, die von der Insel stammen. Zum Beispiel die Sandalen in dem klitzekleinen Geschäft „Dérma“ (44 Ethnikis Antistaseos).
Die sind aus echtem Leder und werden nur wenige Kilometer entfernt von der Stadt in einer Fabrik gefertigt. Auch Schmuck ist in der Stadt alle paar Meter zu sehen, hier sollte man jedoch fragen, woher die Stücke sind. Das Problem: In vielen Shops stammt der Schmuck aus Bulgarien und ist aus minderwertigen Materialien gefertigt; anders bei „Feel Silver“ (Mavrokordatou Alexanrou): Fast alles kommt von der Insel oder vom griechischen Festland. Und obwohl die Stadt verhältnismäßig klein ist, kommen auch Fashionistas auf ihre Kosten. In der Straße Arkadiou gibt es Boutiquen und bekannte Labels, am besten gefiel mir der „Dressing Room“ (Arkadiou 108): In dem Concept-Store gibt es nur Modelle von griechischen Designern. Aber natürlich dreht sich (zumindest bei mir) auch viel ums Delikatessen-Shopping. Das konnte ich bei „Avli Raw Materials“ (22 Xanthoulidou) erledigen, einem wunderhübschen Geschäft voll mit kulinarischen Wundern in Form von Produkten von der Insel: Hier kauft man Olivenöl oder Oliven genauso wie Biokosmetik, Wein und Süßigkeiten.

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4. Auf der „Agrecofarm“ nachhaltig gut essen

Apropos Kulinarik: Nachhaltig gut ist die „Agrecofarm“, die eigentlich zum „Grecotel White Palace“ gehört, aber auch für jeden anderen Urlauber geöffnet ist. In den Bergen von Anagi versteckt sich auf einem 40.000 m2 großen Gut eine riesengroße Anlage mit weitläufigen, wilden Gärten, wo alles natürlich und vor allem bio wächst: Wer will, darf hier „Farmer for a day“ (€ 52/Person inkl. Dinner) werden und in den Gärten selbst zur Ernte gehen, im Freien Brot backen oder im Weinkeller Käse und Weine der Insel verkosten – bevor es dann ein nachhaltiges Dinner gibt. Und shoppen kann man auch: Im zugehörigen Geschäft der „Agrecofarm“ kann man das mit nach Hause nehmen, was man gerade noch gegessen hat: Olivenöl, Käse, Wein. Und ja, das habe ich natürlich gemacht.

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5. Im Kloster Arkadi auf Kreta Ruhe und Entspannung finden

Im Urlaub ins Kloster? Was seltsam klingt, ist tatsächlich ein toller und vor allem relaxter Ausflug, den man bei seinem Kreta-Urlaub einbauen kann. Selbst Geschichtsmuffel werden nach der Tour zugeben, dass das Kloster Arkadi (Eintritt: € 3/Person) einen Besuch wert ist – und wenn’s nur wegen der instagram-tauglichen Kulisse ist. Dabei ist die Geschichte des Klosters durchaus spannend und spielte vor allem eine große Rolle in der Befreiung Kretas zur Zeit der Belagerung durch das Osmanische Reich. Es bestand ab dem 14. Jahrhundert, bis das Kloster im Jahr 1866 von einem osmanischen Heer mit 15.000 Mann angegriffen wurden. Im Kloster selbst befanden sich nur 964 Menschen, darunter lediglich 325 kampftaugliche Männer. Der Kampf schien aussichtslos, doch die Kreter weigerten sich, aufzugeben – und entschieden sich, dem Gegner nicht lebend in die Hände fallen zu wollen. Sie sprengten das Kloster stattdessen – und bei der heftigen Explosion kamen bis auf ein überlebendes Mädchen alle darin befindlichen Personen und Dutzende türkische Soldaten ums Leben. Angeblich starben bei der Belagerung des Klosters 1.500 Angreifer. Noch heute spricht man über den Stolz und die Sturheit der Kreter, die lieber starben, als sich dem Feind zu ergeben.

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6. Durch die Weinberge spazieren und Wein trinken

Fuhr man früher nach Kreta, war eine Sache gewiss: Überall wurde einem der harzig schmeckenden Retsina angeboten. Diese Zeiten sind heute aber vorbei, den in Sachen Weinbau hat sich auf Insel viel getan: Viele Weinbauern setzten jetzt auf einen nachhaltigen und biologischen Anbau und pflanzen zudem nur mehr heimische Rebsorten. Das hat zur Folge, dass man wirklich gute Tropfen kostet, die vom Weinberg um die Ecke stammen. Viele Urlauber wissen nämlich gar nicht, dass Kreta eines der ältesten Weinanbaugebiete der Welt ist. Das sieht man im kleinen Dorf Vathypetro, 20 Kilometer südlich von Heraklion: Hier steht eine 3.500 Jahre alte Weinpresse, die älteste in Europa. Wer zwischen Sonne und Strand Lust hat, die Weinberge anzuschauen und vor allem Wein zu verkosten, kann zum Beispiel zum Weingut „Lyrarakis“ (Wine Tasting schon ab € 8/Person) fahren. Das 1966 gegründete Familienweingut setzt auf ökologischen Anbau und Verarbeitung – und eben auf alte, einheimische Rebsorten, die verdammt süffig sind.

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7. In Kreta am Strand und im Hotel relaxen

Nur eine Viertelstunde von Rethymno entfernt liegt das „Grecotel White Palace“ (Pigianos Kampos), in dem ich im Rahmen einer Pressereise wohnen durfte. Ich gebe zu: Privat wäre ich vermutlich nicht darauf gekommen, mir ein Zimmer in diesem 5-Sterne-Haus zu nehmen, nachdem ich aber da war, kann es durchaus passieren, dass ich wiederkomme: Die ganz in Weiß gehaltene Hotelanlage ist so großzügig gestaltet, dass man nie das Gefühl hat, in einem riesigen Hotel zu sein; dass das Haus fast 400 Betten hat, spürt man kaum. Was besonders spannend ist: Das „Grecotel White Palace“ arbeitet stark daran, seinen Gästen einen nachhaltig guten Urlaub zu ermöglichen. Rund 80 Prozent der Lebensmittel, die hier aufgetischt werden, kommen von heimischen Produzenten. Besonders toll ist das griechische Joghurt, das es beim Frühstück gibt: Das wird gerade mal 30 Minuten entfernt vom Hotel hergestellt und jeden Tag frisch geliefert. Und das Frühstück, das wir nach unserer Ankunft am frühen Morgen aufgetischt bekamen, ist eindeutig das beste, das ich je genießen durfte.

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Offenlegung & Infos

TUI Österreich hat mich im Rahmen einer Pressereise eingeladen, nach Kreta zu reisen. Meine Reportagen wurden u. a. in der Zeitschrift miss, der Fachzeitschrift ÖGZ und  im TUI Reiseblog veröffentlicht.

2 Kommentare

  1. mt mt

    Inflationär das Wort Nachhaltigkeit im Artikel verwenden, weil es wohl so im Briefing stand, das Ganze dann mit einem Bild von sich, mit einem Plastik-Kaffee in der Hand. So sind sie, die gekauften Reiseblogger.

    • Jasmin Kreulitsch Jasmin Kreulitsch

      Danke für deinen Kommentar, MT, allerdings liegst du mit deiner Kritik falsch: Weder gab es ein Briefing, noch ein Honorar für diesen Blog-Beitrag (denn dann hätte ich ihn korrekterweise als Werbung markiert). Was hier zu lesen ist, entspricht einfach nur meiner ganz persönlichen Meinung. Die da kurz zusammengefasst lautet: Ich finde es toll, wenn bekannte und teils überlaufene Reiseziele wie Kreta sich nicht nur auf Masse, sondern auch auch Klasse konzentrieren und das ein oder andere nachhaltige Konzept umsetzen – rein davon habe ich erzählt. Dass ich unterwegs einen Kaffee im Plastikbecher getrunken habe, macht vielleicht mich, aber nicht den Artikel schlecht ;-). Aber da ich mich mit meinen Reisereportagen niemals auf einen nachhaltigen Tenor festgelegt habe und ich zudem schon lange damit umgehen muss, als Reisejournalistin keinen allzu guten ökologischen Fußabdruck zu haben, kann ich ganz gut damit leben. Ist ja quasi my cup of coffee :-).

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