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Von A wie Akropolis bis Z wie Zeustempel: 7 Orte in Athen, die man unbedingt sehen muss

Alle Wege führen nach Athen, sei es beim klassischen Citytrip übers Wochenende, als Start fürs Insel-Hopping im Hafen von Piräus oder als Ausgangspunkt eines abenteuerlichen Roadtrips über das griechische Festland. 7 Ideen, wie man die griechische Metropole am besten erkundet, um Athen mit allen Facetten kennenzulernen.

„Unter allen Völkern haben die Griechen den Traum des Lebens am schönsten geträumt.“
Johann Wolfgang von Goethe

Von Kreta bis Zypern, von Mykonos bis Naxos, von Chalkidiki bis Peloponnes: Griechenland ist so groß und divers, dass die Liste der beliebtesten Urlaubsziele lang ist. Viel zu oft kommt die griechische Hauptstadt jedoch darauf nicht vor, dabei ist Athen in jedem Fall eine Reise wert – und das nicht nur auf dem Weg zum Insel-Hopping oder als Startpunkt für einen Roadtrip über das griechische Festland. Die Stadt hat einen enormen Wandel erlebt – und punktet nicht nur mit der Akropolis und der malerischen Plaka, sondern auch mit der „Riviera von Athen“, die sich von Piräus bis nach Kap Soúnion erstreckt. Sommerurlauber sollten sich daher in jedem Fall ein paar Tage Zeit für die griechische Metropole nehmen – um sich 7 Orte in Athen anzuschauen, die man unbedingt sehen sollte, bevor man weiter durch Griechenland reist.

1. Über die Akropolis in Athen spazieren

Athen ohne Akropolis? Das ist unvorstellbar, daher ist ein Besuch Pflicht für jeden Urlauber. Selbst Geschichtsmuffel müssen zugeben: Athen zieht einen mit seiner Jahrtausende alten Geschichte sofort in den Bann. Nirgendwo sonst in Europa kann man Geschichte so intensiv bestaunen, vor allem auf der Akropolis (griechisch: „akros“ = über, und „polis“ = Stadt). Das auf einem 156 Meter hohen Felsen zwischen 467 v. Chr. und 406 v. Chr. erbaute Monument (Haupteingang bei den Propyläen, Eintritt € 12, 8-19 Uhr) transportiert rund 4.000 Jahre griechischer Geschichte und ein Gebäude ist imposanter als das andere. Besonders sehenswert sind die Propyläen, das Erechtheion, der Niketempel oder der Parthenon-Tempel, in dem einst eine Statue der Göttin Athene stand. Keine Frage, auf der Akropolis ist immer viel los, weil nahezu alle Touristen hierher pilgern, deshalb lohnt es sich, direkt am Morgen, wenn um 8 Uhr die Tore geöffnet werden, zu kommen.

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2. Die Perspektive wechseln in Athen

Wer die Akropolis erkundet hat und nun auch aus der Ferne betrachten möchte, sollte die Perspektive wechseln und auf den Hausberg von Athen wandern. Hier sind kaum Touristen unterwegs und man schlendert gemütlich auf den auf 277 Meter gelegenen Likavittós. Eine Standseilbahn führt zum Gipfel, Sportliche gehen zu Fuß: Mit der Metro 3 an der Evangelismos Station aussteigen und einfach hinaufgehen. Oben angekommen, entdeckt man nicht nur das Denkmal des Philopappos, von hier hat man auch einen tollen Blick auf das Wahrzeichen Athens und einen Rundumblick über die attische Ebene.

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3. Um den Zeustempel in Athen spazieren

Neben den gigantischen Gebäuden auf der Akropolis gibt es noch eines, das sich sehen lassen kann und vor allem ein toller Fotospot ist: Der Tempel des Olympischen Zeus (Av. Amalias, Eintrittskarte der Akropolis inkludiert den Eintritt, 8-19 Uhr) ragt imposant in die Höhe und erzählt eine spannende Geschichte: Der Bau dauerte unglaubliche 700 Jahre! Von 104 etwa 17 Meter hohen Säulen kann man heute noch 15 stehende und eine liegende Säulen sehen. Ein anderes Stück spannende Geschichte sieht man jeden Tag vor dem Parlament: Hier patrouillieren Wachsoldaten, sogenannten Evzonen. Ihre Röcke – die Fustanella – haben 400 Falten. Die stehen für die 400-jährige Türkenherrschaft in Griechenlands (und müssen von den Soldaten selbst gebügelt werden).

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4. Die griechische Küche in Athen genießen

Kein Griechenland-Urlaub ohne griechisches Essen: Die Hauptstadt hat jede Menge kulinarischer Höhepunkte zu bieten und vor allem den Vorteil, dass manche irrsinnig günstig sind. Das Nationalgericht Souvlaki als Spieß to go kostet beispielsweise im „Mpes sto Psito“ (Peiraios 209) gerade mal € 1,50! Aber natürlich muss man in einer Hafenstadt auch Fisch essen, zum Beispiel im „Masina“ (Leoforos Syggrou 133) oder im „Okoumpi“ (Drakou 14). Den süßen Abschluss holt man sich am besten in der „Gelatomania“ (Aisopou 21) im Szene-Viertel Psirrí. Hier gibt‘s das beste Eis der Stadt – und bis 3 Uhr frische Waffeln!

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5. Abseits der Mainstreamsohops in Athen einkaufen gehen

Natürlich gibt es in einer Großstadt wie Athen jede Menge Shopping-Möglichkeiten. Bei einem Spaziergang furch die Plaka, die Altstadt von Athen, passiert man unzählige Shops. Den Start macht man am besten am Monastiraki-Platz am Fuße der Akropolis und in den Straßen rundum. Einheimische nennen die Gegend „das große Durcheinander“ – kein Wunder, hier ist es immer voll. Im Herzen der Stadt ist die Ermou, eine Fussgängerzone. Hier ist für jeden und jede Geldbörse etwas zu finden. Besonders cool sind die Läden, in denen man nur Stücke von lokalen Designern kaufen kann, zum Beispiel bei „Zic Zac“ (Odós Skoufá 10), „Tsakíris Málas“ (Odós Ermoú 14) oder im „Hellenic Art & Design“ (Chairefontos 10). Kulinarische Mitbringsel gibt‘s bei „Krokos“ (Vironos 6) oder „Káva Oinón“ (Odós Tripódon 31), wo man unbedingt den Zimtlikör Tentúra aus Patras kaufen sollte.

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6. Versteckte Ecken entdecken in Athen

Das Busnetz in Athen ist gut erschlossen, es lohnt sich aber auch ein Ticket für einen Hop-on/Hop-off-Bus (€ 22 für zwei Tage), da der sogar bis nach Piräus fährt. Die beste Art, um Athen kennenzulernen, ist es jedoch, zu Fuß zu gehen. Dann eröffnen sich einem ganz neue Ansichten der Stadt und man landet in Ecken, die man mit dem Bus oder dem Auto nie sehen würde. Ein Viertel, das gerade groß im Kommen ist, liegt nur 15 Minuten zu Fuß von der Akropolis entfernt. In Kerameikos gibt es nicht nur eine spannende Graffiti-Szene, sondern auch viele neue Cafés und Restaurants und auf der Leonidou-Straße einen putzigen Bauernmarkt. Das neue Athener Szeneviertel zieht Künstler und Hipster genauso an wie Junkies und Obdachlose – vielleicht kommen deshalb noch nicht so viele Touristen her. Es ist aber genau jener Kontrast, der Kerameikos so spannend macht.

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7. Piräus erkunden und vielleicht weiterreisen

Zuletzt geht es endlich ans Meer, nämlich ins acht Kilometer entfernte Piräus, dem drittgrößten Passagierhafen der Welt. Der gehört zu Athen wie die Akropolis und man sollte wenigstens einen halben Tag Zeit dafür einkalkulieren. Da viele Touristen unterwegs sind, sollte man sich auf den Weg in einen der kleineren Häfen machen. So legendär Piräus ist, so stark frequentiert ist die Gegend. Nur wenige Kilometer entfernt liegt der Mikrolímano-Hafen, das eindeutig schönste Hafenbecken hier. Zu Wasser schaukeln Fischerboote und Yachten, zu Land reihen sich Cafés an Tavernen, wo man zu jeder Getränkebestellung Chips und eine Flasche Wasser bekommt – gratis. Kein Wunder: Immerhin haben die Griechen ein Wort für Gastfreundlichkeit: „Philoxenia“ steht für Gastfreundlichkeit/Großzügigkeit und ist Teil der griechischen Lebensphilosophie.

Schon gewusst?
65 Kilometer von Athen entfernt ist das in die Ägäis hineinragende Vorgebirge Soúnion, das den Alten Griechen als Stätte der Verehrung des Meeresgottes Poseidon diente. Schon der griechische Dichter Homer nannte das Kap Soúnion „heilig“. Hier sieht
 man angeblich den schönsten Sonnenuntergang Griechenlands. Die Busse fahren stündlich bei der Adresse Filellion 10. Der Bus hat keine Nummer oder Namen, gehört jedoch zu den KTEL-Bussen, die man an den Farben Orange-Weiß erkennt.

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Offenlegung & Infos

Das mittlerweile geschlossene Online-Reisebüro travel.at hat mich eingeladen, nach Athen zu reisen. Meine Reportage wurde in der Zeitschrift miss veröffentlicht.

(Werbung, unbezahlt / Pressereise / Ortsnennung und Verlinkung)

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