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Tour durchs Tessin: Die 7 schönsten Stopps in der italienischen Schweiz

„Das Land ist wunderbar reich und schön, und vom Alpinen bis ganz Südlichen ist alles da.“
Hermann Hesse

 

1. Tour durchs Tessin: Ascona

Tour durchs Tessin: Die 7 schönsten Stopps in der italienischsprachigen Schweiz

Das bunteste Dorf im Tessin zieht auch die meisten Touristen an: Ascona wird nicht grundlos als „Perle des Lago Maggiore“ bezeichnet. Kommt man hier ans Ufer des Laggo Maggiore, erwartet einen eine Bilderbuchkulisse: In einer kleinen Bucht schaukeln bunt bemalte Boote auf dem leuchtend blauen Wasser und Touristen bummeln über die Promenade, die von Palmen gesäumt ist. Hier zahlt man allerdings auch fürs Ambiente mit: In den vielen Lokalen, die sich am Ufer aneinander reihen, sind die Preise, die in der Schweiz ohnehin hoch sind, noch üppiger. Das ist jedoch nicht nur der Schönheit des Dorfes geschuldet: Einst bekannt als Fischerdorf entwickelte sich Ascona im Laufe der Zeit dank des milden Klimas zu einem bekannten Kurort. Heute kommen im Sommer rund 25.000 Touristen in die Stadt, die gerade mal 5.500 Einwohner hat. Spannend: Ascona ist die tiefstgelegene Ortschaft der Schweiz, da der Dorfkern unmittelbar am See liegt.
Tipp: Die Shoppingpassage „Passagio Gallerie della Carrà“ liegt versteckt in einem Innenhof zwischen Carà dei Nasi und Contrada Maggiore. Hier gibt’s elf Shops und mehrere Restaurants, in denen man ein bisschen günstiger essen kann als direkt am Ufer des Laggo Maggiore.

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2.Tour durchs Tessin: Bré

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Eines der außergewöhnlichsten Dörfer im Tessin befindet sich auf 800 Metern Höhe auf dem Monte Bré, dem Hausberg von Lugano. Das Dörfchen Bré hat gerade mal 300 Einwohner und gehört zwar zum Bezirk Lugano, eröffnet Besuchern aber eine ganz andere Welt als unten in der trubeligen Stadt. Geht man hier treppauf und treppab durch die schmalen Gassen des mittelalterlichen Dorfes, kommt man immer wieder an Kunstobjekten vorbei: Bré ist bekannt als Künstlerdorf und viele Kreative haben ihre Werke entlang eines Rundwegs aufgebaut. Weil das den Ort zu etwas ganz Besonderem macht, wurde das Dorf in das „Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz“ aufgenommen.
Tipp: Es gibt zwar Bus und Stadtseilbahn, die einen nach oben bzw. nach unten bringen, es lohnt sich aber, den Rückweg zu Fuß anzutreten oder sogar in ein anderes Dorf zu wandern. Nach Gandria dauert es beispielsweise eineinhalb Stunden – und von dort kann man das Schiff zurück nach Lugano nehmen.

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3. Tour durchs Tessin: Lugano

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Lugano ist die bekannteste und die trubeligste Stadt im Tessin und steht vor allem für unzählige Banken und Casinos, denn Lugano ist nach Zürich und Genf der drittgrößte Finanzplatz der Schweiz. Doch wer denkt, dass es hier nur um Geld geht, irrt sich. Die Lage direkt am Ufer des Luganersees, das mediterrane Klima und der bildhübsche Stadtkern machen Lugano zu einem beliebten Urlaubsort. Und weil die Stadt nicht so groß ist, kann man alles zu Fuß erledigen und hat vor allem auch einen idealen Ausgangspunkt, um von hier den gesamten Kanton zu erkunden. Lustig: Die Stadt Zürich schenkte Lugano eines Tages zwei Schwäne. Die vermehrten sich im Nu – und heute sind die Tiere das heimliche Wahrzeichen der Stadt. Denn anstatt auf dem Luganersee zu schwimmen, spazieren die Schwäne über die Promenade und lassen sich von Touristen füttern.
Tipp: In der Via Nassa sind zwar die meisten Geschäfte und vor allem die Stores von Luxusmarken wie Cartier, Versace oder Hermès, man kann aber auch günstig shoppen: An der Piazza Dante gibt es viele Boutiquen, in denen die Preise niedriger sind.

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4. Tour durchs Tessin: Morcote

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Eines der authentischsten und ruhigsten Dörfer im Tessin ist das malerische Morcote, gerade mal zehn Kilometer entfernt von Lugano. Der Name bedeutet „am Ende des Berges“ und bezieht sich auf die Lage: Morcote liegt idyllisch eingebettet am Fuße des Monte Arbostora direkt am Luganersee. Auch hier gibt es viele enge Gässchen und steile Stufen zu erklimmen, wenn man sich den ganzen Ort anschauen will. Das sollte man unbedingt tun:  Der Dorfkern am Ufer bezaubert mit Bogengängen und einem tollen Ausblick, über der Stadt erklimmt man Kirche, Kapellen und den hübschen Scherrer-Park. Morcote wurde deshalb 2016 als das „schönste Dorf der Schweiz“ ausgezeichnet.
Tipp: Wer direkt nach dem Frühstück nach Morcote kommt, erlebt das Dorf sehr ursprünglich: In den kleinen Cafés sitzen nur die Einheimischen, die sich zum Plaudern und Kaffee trinken treffen – so taucht man ein in den Dorfalltag und kann sich auch den ein oder anderen Tipp holen, wenn man mit den Morcotern ins Gespräch kommt.

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5. Tour durchs Tessin: Locarno

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Denkt man ans Tessin, kommen einem sofort die Städte Lugano und Locarno in den Sinn. Locarno liegt idyllisch am Lago Maggiore, an dessen Ufer unzählige Palmen wachsen – sogar im Winter, denn Locarno gilt als nördlichster Ort mit einem mediterranem Klima. Das zieht viele Touristen in die Stadt, in der rund 16.000 Menschen leben. Besonders schön ist die Altstadt mit ihren schmalen Gassen, pastellfarbenen Häusern und zierlichen Arkaden. Den schönsten Blick auf die Stadt und das malerische Umland hat man, wenn man nach oben fährt: Mit der Stadtseilbahn geht es zuerst auf den heiligen Berg der Madonna del Sasso Orselina, einer der bedeutendsten religiösen und historischen Plätze im Kanton Tessin. Hier oben thront die Wallfahrtskirche Madonna del Sasso auf einem schroffen Felsvorsprung. Wer will, fährt nun noch weiter nach oben: Es dauert nur fünf Minuten bis zur Bergstation Cardada, die auf 1.340 Metern liegt. Von der Station folgt man den Schildern in Richtung Beobachtungsstation: Auf einer Plattform hat man hier einen 360-Grad-Blick über den Lago Maggiore, die umliegenden Alpengipfel und sieht sogar bis nach Italien.
Tipp: Wer auf der Suche nach einem Fotomotiv mit vielen Tessiner Palmen ist, sollte über die Stadt spazieren: In der Via delle Palme ist der Name wirklich Programm: Hier wachsen unzählige Palmen – und da die Straße nicht im Zentrum liegt, kommen weniger Touristen hierher.

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6. Tour durchs Tessin: Gandria

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Wer eine kleine Zeitreise unternehmen will, sollte unbedingt nach Gandria fahren. Das kleine Fischerdorf hat sich im Laufe der Jahrzehnte kaum verändert. Spaziert man hier durch verwinkelte Gassen und über unzählige Stufen, hat man das Gefühl, dass die Zeit vor hundert Jahren stehengeblieben ist. Gerade mal 200 Menschen leben am Ufer des Luganersees und genießen einen ganz besonderen Bonus: Ganz Gandria ist verkehrsfrei! Und obwohl das Dorf nahezu winzig ist, gibt es neun Lokale, in denen man idyllisch am Ufer sitzen kann. Fun-Fact: Schauspielerin Brigitte Nielsen lebte mehrere Jahre lang in Gandria.
Tipp: Setzt man sich hier in eines der Lokale am Ufer, sollte man unbedingt einen Tessiner Merot bestellen. Der wird in der italienischen Schweiz als Weißwein gekeltert und gilt als Spezialität der Region. Ein Glas bekommt man um etwa CHF 8 (ca. € 7).

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7. Sentiero dell’Olivo

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Es sind nicht nur die Städte und Dörfer und die Berge und Seen im Tessin, die man erkunden kann, auch die Wälder und Wanderwege zeigen sich hier von ihrer schönsten Seite. Wer sich vom städtischen Trubel erholen will, findet auf dem „Sentiero dell’olivo“ Ruhe und vor allem einen der schönsten Wanderwege in der italienischen Schweiz. Der 3,3 Kilometer lange Olivenweg führt zwischen Gandria und Castagnola durch Wälder und Olivenhaine und zeigt Besuchern alles über die Geschichte der Oliven aus der Region: Insgesamt kommt man an 18 Tafeln vorbei mit Informationen zu Botanik, Oliven, Olivenanbau und das daraus gewonnene Öl.
Tipp: Der „Sentiero dell’olivo“ ist von beiden Seiten begehbar, man kann auch nur Teilstrecken gehen und den Rest des Weges wieder mit dem Bus fahren.

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Offenlegung & Infos

Schweiz Tourismus hat mich eingeladen, durch das Tessin zu reisen. Meine Reportagen wurde in der Zeitschrift miss und im Bahnreiseblog Railaxed der ÖBB veröffentlicht.

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