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No-Gos im Flugzeug: 15 Dinge, die ich auf Langstreckenflügen niemals tue

Keine Frage: Ein 12-Stundenflug in der Economy Class kann durchaus anstrengend sein. Zu wenig Platz, zu viele Leute und vor allem zu viel Zeit, die nicht vergehen will. Es gibt aber ein paar Tricks, mit denen man besser und entspannter ankommt - und natürlich jede Menge No-Gos, die das Gegenteil bewirken: 15 Dinge, die ich auf Langstreckenflügen niemals tue.

1. Ich überlasse die Auswahl meines Sitzplatzes nie dem Zufall oder dem Bodenpersonal

Für viele mag es „nerdig“ wirken, aber sobald ich meine Buchungsnummer habe, gehe ich ins System der jeweiligen Airline und suche mir einen Sitzplatz aus – manchmal schon Wochen vor dem Abflug. Wer viel reist, der weiß: Der falsche Sitzplatz lässt einen 12-Stunden-Flug schnell doppelt so lange wirken. Ich gehöre ins Team Fensterplatz, weil ich am besten schlafe, wenn ich mich irgendwo anlehnen kann; außerdem bin ich gerne bereit, für meinen Sitzplatz einen Aufpreis zu bezahlen, wenn’s dann bequemer wird, soll heißen: Manchmal buche ich bei einem Langstreckenflug einen Platz mit mehr Beinfreiheit, manchmal sogar den Aufpreis in die Eco Plus. Mein bester Freund bei der Auswahl ist die App Seatguru: Einfach Flugnummer und Reisetag eingeben, schon sieht man den kompletten Kabinenplan inklusive Bewertungen der besten und schlechtesten Sitzplätze.

2. Ich trete keinen Langstreckenflug in unbequemer Kleidung an

Auch wenn Karl Lagerfeld sagt, dass man die Kontrolle über sein Leben verloren hat, wenn man Jogginghosen trägt: Bei einem Langstreckenflug trage ich immer gemütliche und bequeme Kleidung – und das sind für mich nun mal Jogginghosen (oder Leggings). Fakt ist: Enge Jeans, hohe Schuhe, ein einschneidender Gürtel oder zwickende Tops sind der Horror bei einem Flug. Mindestens genauso wichtig ist das Material der Kleidung. An Bord wechseln die Temperaturen, daher sind natürliche, atmungsaktive Stoffe am besten. Wer sich scheut, in Jogginghose zu fliegen, kann sich an Bord umziehen, aber heutzutage gibt es so viele schicke Jogging Pants, dass das in meinen Augen völlig unnötig ist. Schwarze Jogginghose, schwarzer Hoodie, schwarze Sneakers: That’s me! Und: Ich habe immer Kuschelsocken im Handgepäck dabei. Die Decken an Bord sind manchmal zu kurz, um bis zu den Füßen zu reichen, deshalb ziehe ich relativ schnell meine Schuhe aus und die Kuschelsocken an. Mit kalten Füßen kann ich nämlich garantiert nicht schlafen.

3. Ich trinke keinen Kaffee während eines Fluges

Kaffee entzieht Wasser, dazu kommt, dass der Körper während eines Langstreckenfluges zusätzlich dehydriert. Eine Kombination, die es zu vermeiden gilt. Und abgesehen davon, dass der Kaffee an Bord sowieso nicht schmeckt, kursieren zudem immer wieder Gerüche über die Verunreinigungen der Wassertanks an Bord: Angeblich werden diese viel zu selten gereinigt. Ich setze daher vorwiegend auf Wasser.

4. Ich trinke keinen Alkohol während eines Langstreckenfluges

Da ich meist direkt nach der Landung arbeiten muss, verzichte ich bei Langstreckenflügen komplett auf Alkohol, auch das berühmte Gläschen zum Einschlafen verkneife ich mir. Der Grund dafür ist die Wirkung von Alkohol in der Luft: Weil in Höhen ab 10.000 bis 12.000 Metern die Sauerstoffsättigung des ­Blutes abnimmt, wirkt Alkohol doppelt so schnell und belastet den Körper. Das muss nicht sein, außerdem wird einem der Welcome-Drink am Reiseziel sowieso meist früher als später serviert.

5. Ich lehne niemals ein Glas Wasser ab

Während eines Langstreckenfluges dehydriert der Körper, deshalb achte ich penibel darauf, viel Wasser zu trinken. Zum einem kaufe ich vor jedem Flug eine Flasche Wasser, auch wenn ich im Duty-Free-Bereich meist horrende Summen dafür hinlege. Aber mir ist wichtig, dass ich im Notfall Wasser bei mir habe oder nach der Landung bei der Immigration etwas trinken kann. An Bord nehme ich jede Gelegenheit wahr, Wasser zu trinken, und lehne daher nie ein Glas Wasser ab, wenn ich es angeboten bekomme. Tipp: Es gibt auf jedem Langstreckenflug einen Ort an Bord, wo Wasserflaschen gebunkert werden. Manchmal wird das offen kommuniziert, manchmal muss man bei der Cabin Crew danach fragen. Fakt ist: Man bekommt bei Nachfrage immer Wasser.

6. Ich fliege nie ohne mein Nackenkissen

Als Fensterplatz-Schläfer lehne ich mich immer gegen die Wand bzw. das Fenster. Das Problem: Die Kissen an Bord sind mir meistens zu flach und rutschen durch den Spalt des Sitzes nach hinten oder nach unten. Um das zu vermeiden, habe ich immer ein aufblasbares Nackenkissen ♦ dabei. Das nimmt in meiner Tasche wenig Platz weg und hat eine große Wirkung auf meine Schlafroutine: Ich lege es aufgeblasen unter das Bordkissen und habe den perfekten Kopfpolster, wo alles da bleibt, wo es hingehört.

7. Ich vergesse niemals einen Schal bei einem Langstreckenflug

Bei Flügen ist mir grundsätzlich häufiger zu kalt als zu warm, außerdem vertrage ich die Luft der Klimaanlagen nicht sehr gut. Deshalb fliege ich immer mit einem Schal oder Tuch, das mich vor Zugluft schützt. Wichtig dabei ist mir die Größe: Ich trage nur Modelle, die ich ausgebreitet als Decke verwenden kann, falls die an Bord mir zu dünn ist und ich frieren sollte.

8. Ich verzichte auf die Kopfhörer der Airline

Gute Kopfhörer mit einer Noise-Cancelling-Funktion sind für mich überlebenswichtig auf Reisen. Die Kopfhörer, die man an Bord bekommt, sind meist nicht so gut und sitzen oft viel zu streng: Kopfweh ist die Folge. Daher habe ich immer meine eigenen dabei und bin schon seit Jahren von den klassischen iPhone-In-ears abgekommen. So praktisch sie sind, weil sie klein und kompakt sind, so sehr schmerzen sie mich nach mehreren Stunden auch. Außerdem sind klassische Kopfhörer ♦ die bessere Wahl, wenn man die Geräusche um sich ausblenden möchte.

9. Ich schäme mich nicht für Extrawünsche

Ich bin keinesfalls eine Diva an Bord, die ständig etwas bei der Cabin Crew ordert, aber ich habe im Laufe der Jahre gelernt, dass man ruhig fragen kann, wenn man etwas möchte. Ein zweites Kissen oder eine zweite Decke? Einfach höflich fragen. Die Cabin Crew mag wirken, als würde sie den Flug routiniert runterspielen, sie sind aber auch dafür ausgebildet, den Fluggästen die Reise so entspannt wie möglich zu gestalten. Ich bin schon mehrfach leicht angeschlagen in ein Flugzeug gestiegen und habe mich nicht gescheut, das zu erwähnen und um Hilfe zu bitten, um zum Beispiel häufiger Wasser zu bekommen. Die Folge war, dass ich sogar mit Medikamenten versorgt wurde und regelmäßig gefragt wurde, ob ich etwas brauche. Solange man höflich ist und keine unnnötigen Extrawünsche einfordert, ist das absolut okay.

10. Ich mache den Sicherheitsgurt niemals unter meiner Decke zu

Ich bin jemand, der auf Langstreckenflügen immer versucht, zu schlafen, und achte darauf, dass die Bedingungen stimmen. Ein Fehler, den viele machen, ist, dass sie sich entweder gar nicht anschnallen oder den Gurt unter der Decke zumachen. Sobald aber eine kleine Turbulenz auftaucht, ist die Cabin Crew verpflichtet, nachzusehen, ob alle Passagiere angeschnallt sind. Ist der Gurt nicht sichtbar, wird man geweckt – und das war’s mit dem Schlaf.

11. Ich bleibe nicht in der Zeitzone meines Abflugortes

Sobald ich an Bord eines Flugzeuges gehe, stelle ich mich auf die Uhrzeit am Ankunftsort ein, zumindest in langsamen Schritten. Fliege ich mittags los und es ist am Ankunftsort bereits Abend, dann versuche ich, entsprechend früh zu schlafen und die Zeitverschiebung so mitzumachen. Die Airlines fördern das ohnehin, indem sie nach dem Essen das Licht runterdrehen und das Service einstellen, aber es hilft tatsächlich gegen Jetlag, wenn man sich schon vor der Landung auf die neue Zeitzone einstellt und den Rhythmus mitmacht.

12. Ich gebe dem Entertainment-Programm nicht die Macht über mich

Ich bin ein großer Fan von Langstreckenflügen, weil ich meist extrem entspannt bin und es genieße, viele Filme zu gucken und sonst nichts zu tun. Manchmal berechne ich auf eine Flugstrecke in „fünf Filme bis zum Ziel“. Genau das birgt aber die Gefahr, dass man nicht schläft, sondern nur TV schaut – was kontraproduktiv ist für eine relaxte Ankunft. Deshalb gebe ich dem Entertainment-Programm nicht vollständig die Macht über mich. Bis die Maschine die richtige Reisehöhe erreicht hat und das Service abgeschlossen ist, vergehen meist ein bis zwei Filme. Die erlaube ich mir, dann drehe ich aber alles ab und mache mich „bettfertig“. Kurz vor der Landung, wenn es dann nochmal Service gibt, schaue ich einen dritten Film. Das ist absolut okay und vor allem auch genug, denn mit dem Rückflug komme ich ohnehin auf insgesamt sechs Filme.

13. Ich fliege niemals geschminkt

Die Luft an Bord eines Flugzeuges ist trocken und Gift für die Haut, außerdem gibt es keinen Grund, in voller Make-up-Pracht einen Langstreckenflug zu absolvieren. Bei Nachtflügen steige ich immer ungeschminkt ein, tagsüber kann es passieren, dass ich leicht geschminkt bin, aber das ändere ich dann relativ bald. Spätestens nach dem Service schminke ich mich ab und trage eine dicke Portion Feuchtigkeitscreme. Bei der Landung entscheide ich je nach Situation: Habe ich direkt Termine, schminke ich mich vorher; fahre ich nur ins Hotel oder nach Hause, lasse ich das sein und gönne meiner Haut eine Auszeit.

14. Ich fliege nie ohne mein Notfall-Beauty-Kit

Ich schleppe nie Mengen an Beautykram mit mir herum, habe auf Reisen aber immer einen kleinen Beutel mit den wichtigsten Produkten dabei. Ganz weit vorne sind Feuchtigkeitscreme ♦ (gegen trockene Haut), Feuchttücher (gegen Flecken und klebrige Hände), Desinfektionsmittel (zwischendurch immer wichtig), Augentropfen (gegen trockene Augen), aber auch Kopfschmerz- und Halswehtabletten (Klimaanlage!), ein kleines Make-up-Kit (falls doch nötig) und Kleinkram wie Zahnbürste (Nachtflug!), Haargummi (lebensnotwendig!), etc. Und falls mein Koffer mal doch nicht ankommt, habe ich meine Essentials zumindest dabei.

15. Ich laufe niemals die Gangway rauf und runter

Es gibt eine Menge Unarten, die Passagiere an Bord machen, ganz weit vorne spielen für mich diejenigen mit, die in der Gangway Aerobic-Übungen machen, um so einer Thrombose vorzubeugen. Das ist für Fluggäste, die Gangplätze haben, irre nervig, zumal es durchaus andere Möglichkeiten gibt, sich zu bewegen. Ich verbinde jeden Gang zur Toilette mit ein bisschen Bewegung, meistens steht man ohnehin ein paar Minuten vor der Türe und muss warten. Da strecke ich mich manchmal gerne, allerdings achte ich darauf, dass ich niemanden nerve. Ansonsten bekomme ich meine Bewegung in den Beinen beim Filme schauen. Ich lasse die Knöchel kreisen, bewege die Beine, lasse auch Kopf und Schultern immer wieder mal kreisen. Das stört niemanden, ist aber effektiv. Viele Airlines haben außerdem in ihrem Entertainment-Programm genau solche Übungen in Videos, die man sich anschauen und nachmachen kann.


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