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Kärnten für alle Sinne (Teil 6): Alles fließt am Drauradweg und am Draupaddelweg

〈ᴡᴇʀʙᴜɴɢ〉Alles fließt: Einst als Wasserstraße bekannt, auf der Waren, Kohle und andere Bodenschätze transportiert wurden, folgen heute viele Aktivurlauber dem steten Strom der Drau. Der viertlängste Nebenfluss der Donau fließt von Südtirol bis nach Kroatien. In Kärnten offenbart sich die Schönheit der Flusslandschaft vor allem auf dem 222 Kilometer langen Kärntner Drauradweg – und seit Neuestem auch auf dem Draupaddelweg.

Alles fließt, sagt die Drau. Die Drau kennt keine Grenzen, obwohl sie durch vier Länder fließt. Doch ob in Italien, Österreich, Slowenien oder Kroatien: Alles fließt, egal wo. Denn bei der Drau ist nicht der Weg das Ziel, sondern der Fluss. Und der legt eine lange Reise zurück: Die Drau entspringt am Nordabhang des Neunerkofels in der Nähe von Toblach im Südtiroler Pustertal – und mündet bei Dravski Kut in Kroatien in die Donau. 749 Kilometer legt der Fluss bis dahin zurück. Alles fließt.

Kärnten für alle Sinne (Teil 6): Alles fließt am Drauradweg und am Draupaddelweg

Grenzen gibt es nicht, deshalb nimmt man nicht bewusst wahr, wo die Drau Kärnten erreicht. Knapp westlich des kleinen Ortes Oberdrauburg geschieht es: Zwischen der Kreuzeckgruppe im Norden und den Gailtaler Alpen im Süden schlängelt sich die Drau durch das Obere Drautal und fließt auf Kärntner Boden. Steht man heute unter üppigen Baumwipfeln an einem der Uferwege, auf denen sich die Schönheit dieser Flusslandschaft offenbart, kann man nur erahnen, welche Geschichte der Fluss erzählt. Alles fließt.

Kärnten für alle Sinne (Teil 6): Alles fließt am Drauradweg und am Draupaddelweg

Schon seit der Römer- und Völkerwanderungszeit als Wasserstraße genutzt, spielte sich das Leben einst auf den Wellen des Flusses ab. Auf dem Wasser wurden Waren, Kohle und andere Bodenschätze transportiert, entlang des Wasser siedelten sich Menschen an. Die Drau und das Drautal spielten eine große Rolle im Güterverkehr, der Fluss wurde jahrhundertelang als Wasserstraße genutzt. Ab Greifenburg war die Drau mit Flößen schiffbar. Das machte den Wasserweg zu einer wichtigen und schnellen Verbindung in den Osten. Der früheste Nachweis eines Güterverkehrs auf der Drau stammt aus dem Jahre 1209. Alles fließt.

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Heute ist das Leben am Ufer der Drau ein anderes. Aus kleinen Siedlungen wurden große Ortschaften, aus unebenen Dammwegen gesicherte Radwege. Wo einst Flößner Waren transportierten, sitzen heute Urlauber auf Fahrrädern und folgen dem Lauf der Drau. Denn der Drauradweg gilt als einer der schönsten Radwege Europas. 510 Kilometer führt die Strecke von Toblach in Südtirol über Lienz in Osttirol nach Kärnten und dann weiter bis nach Marburg in Slowenien. In Kärnten fährt man auf 222 Kilometer über den Kärntner Teil des Drauradweges. Als in den 80er Jahren viele Draukraftwerke gebaut wurden, entstanden auch Dammwege, die als Zufahren zu den Kraftwerksbaustellen dienten. Daraus wurden viele der heutigen Radwege. Der erste Abschnitt wurde zwischen Spittal an der Drau und Völkermarkt errichtet.

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Wer heute auf dem Drauradweg unterwegs ist, erlebt die Südseite der Alpen von ihrer schönsten Seite. Der Weg führt entlang Wälder und Wiesen, Badeseen und Berggipfeln – und über alledem steht immer die Kraft der Drau, die einem treu den Weg leitet. Der größte Teil des Weges führt direkt am Ufer des Flusses, sodass jeder zurückgelegte Kilometer an der Seite der Drau geschieht und das Wasser dominiert. Alles fließt.

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Die Geschichte des Wassers war es auch, die die zwei Kärntner Wassersportler Manfred Winkler und Daniel Rebernik dazu inspirierte, dass Urlauber seit 2018 nicht nur entlang des Wasser unterwegs sind, sondern nun auch auf dem Wasser. Vor einem Jahr ging ihr Projekt „Draupaddelweg“ an den Start – geboren aus der Idee heraus, die Bewegung des Wassers der Drau noch beweglicher zu machen.

Kärnten für alle Sinne (Teil 6): Alles fließt am Drauradweg und am Draupaddelweg

„Kanuwandern“ nennen die beiden das, was sie kreiert haben. Man sitzt im Kanu oder im Kanadier und lässt sich treiben. Spürt die Kraft der Drau und wie stetig alles fließt. Die ruhige Fließgeschwindigkeit der Drau ist für jeden geeignet, denn der Fluss erreicht eine maximale Geschwindigkeit von 10 bis 15 km/h. Gepaddelt werden muss nicht immer, oft erledigt die Strömung diesen Job. Vor allem im Oberen Drautal ist der Draupaddelweg ein sanftes Gleiten durch die malerische Flußlandschaft. Die Blicke, die sich hier offenbaren, sind wieder völlig anders als jene, die man auf dem Drauradweg wahrnimmt. Alles fließt.

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Wenn heute ein Kanu oder ein Kanadier über die Drau schwimmt, weckt das bei vielen die Erinnerungen an früher, als die Flößerei eine große Rolle spielte. Denn die Drau war in Kärnten ab dem 17. Jahrhundert als „Kärntner Holzstraße“ für Sägewerke und später auch Zellulosefabriken bekannt. Ein Floß war etwa 21,5 m lang und 4,5 m breit, zwei bis drei Personen fanden darauf Platz. Zum Zusammenbinden verwendete man sowohl „Wieden“ (gedrehte Haselstöcke) als auch eiserne Ringhaken. Die Technik des Floßbauens hat sich vor allem an der Oberen Drau bis heute erhalten und zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe.

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Und weil die Geschichte und die Traditionen der Drau so groß sind, wurde im Jahr 1990 der Verein der Oberdrautaler Flößer als Zusammenschluss von Flößergruppen aus den Gemeinden Oberdrauburg, Dellach, Berg, Greifenburg, Sachsenburg und Spittal-Baldramsdorf gegründet. Ihr Ziel: das Wissen um die Technik des Floßbauens und -fahrens nicht verloren gehen zu lassen. Deshalb wird die Vergangenheit jeden August lebendig, wenn die sechs Ortschaften die „Oberdrautaler Flößertage“ (Do, 15.08.2019 – So, 18.08.2019) veranstalten. Dann fährt ein traditionelles Floß wie früher über das Wasser der Drau, um das alte Wissen um die Flößerei lebendig zu halten.

Damals, gestern, heute: Alles fließt, sagt die Drau.

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10 Insidertipps am Drauradweg im Oberen Drautal

#1 Ob Radfahren oder Paddeln an der Drau: Alps2Adria übernimmt die komplette Planung und Logistik für die Tour, von Leihrädern über Hotelbuchungen bis hin zum Gepäckservice, sodass man sorgenfrei losradeln oder lospaddeln kann.

#2 Die Drauradweg-Wirte sind eine Vereinigung von rund 50 Gastronomen, Beherbergern, Radtaxis und Radverleihern, die sich zusammengetan haben, um den Radfahren bestes Service zu bieten – mit radlerfreundlichen Speisen und Getränken, Unterkünften und sicheren Radabstellplätzen.

#3 Der Drauradweg führt zumeist entlang der Bahnstrecke, sodass es kein Problem ist, falls mal die Kraft ausgeht: Einfach in den Zug steigen und Teilstrecken abkürzen.

#4 Die „Bäckerei Egger“ (Marktplatz 3, 9781 Oberdrauburg) in Oberdrauburg wurde mehrfach prämiert. Am beliebtesten sind das Einkornbrot und das Waldstaudennussbrot. Bäckermeister Florian Egger ist einer von zehn Bäckern, die sich zur Vereinigung „Die Brothandwerker“ zusammengeschlossen haben. 

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#5 Das „Hotel Post“ (Marktplatz 4, 9781 Oberdrauburg) befindet sich am mittelalterlichen Marktplatz in Oberdrauburg. Das Restaurant ist berühmt für seine tollen Holtofenpizzen!

#6 Irschen liegt nur einen Katzensprung von Oberdrauburg entfernt. Im als Kräuterdorf bekannten Bergdorf blüht und gedeiht es: Die Dorfbewohner haben ihr Wissen und ihre Erfahrungen über die Verwendung und Verarbeitung von Kräutern und Heilpflanzen gebündelt und gesammelt.

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#7 Der „Gasthof Wulz“ (Bruggen 8, 9761 Bruggen) bei Greifenburg ist ein Insidertipp für Bietrinker: Hier stehen hier rund 1.000 verschiedene Biersorten aus vielen Ländern der Welt auf der Karte. Die kann man im Gastgarten kosten – oder direkt im Bierladen „SHOP-013“ kaufen.

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#8 Im „Gasthof zum Goldenen Rössl“ (Marktplatz 18, 9751 Sachsenburg) in Sachsenburg gibt’s viele Tipps zum Thema Radfahren: Wirt Ferdinand Penker ist der Obmann der Drauradweg-Wirte.

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#9 In Villach ist das „Hotel Mosser“ (Bahnhofstraße 9, 9500 Villach) perfekt gerüstet für Radfahrer. Chefin Tina Mosser leitet in achter Generation das Vier-Sterne-Hotel und begrüßt Drauradweg-Urlauber besonders herzlich.

#10 Das Buch „Bikeline“ ist der perfekte Begleiter auf dem Drauradweg – mit präzisen Karten, genauen Streckenbeschreibungen, zahlreichen Stadt- und Ortspläne, Hinweisen auf das kulturelle und touristische Angebot der Region und einem umfangreiches Übernachtungsverzeichnis.

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In Kärnten, an der sonnigen Südseite der Alpen,
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Losradeln:
Alles über den Drauradweg


Lospaddeln:
Alles über den Draupaddelweg


Schmökern:
Radfahren in Kärnten


Sparen:
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Hier geht’s zu meinem Blogbeitrag „Mein perfekter Tag … an der Drau im Oberen Drautal“ auf der Website der Kärnten Werbung


Kärnten für alle Sinne: Die Artikelreihe

Gemeinsam mit der Kärnten Werbung darf ich mich auf die Suche nach den schönsten und spannendsten Geschichten in Kärnten machen. Dazu haben wir eine Blog-Serie kreiert, die mich kreuz und quer durch das Land führen wird – von der Großglocknerhochalpenstraße bis ins Rosental, vom Weissensee bis ins Biosphärenreservat Nockberge. Kärnten hat viele Gesichter und Geschichten – und die schönsten gibt es ab sofort hier zu lesen.

⇒ Kärnten für alle Sinne (Intro): Zurück zu jenem Ort, wo die Reise begann

⇒ Kärnten für alle Sinne (Teil 1): Advent-Traditionen & Christkindlmärkte rund um den Wörthersee

⇒ Kärnten für alle Sinne (Teil 2): Schneeschuhwandern in Bad Kleinkirchheim

Kärnten für alle Sinne (Teil 3): Eine Nacht im Biwak unter Sternen am Millstättersee

Kärnten für alle Sinne (Teil 4): Liebeserklärung an die Kärntner Osterjause

Kärnten für alle Sinne (Teil 5): 7 Highlights in der Region Villach zwischen Abenteuer und Auszeit

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