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Gesund um den Globus: 7 Gründe, warum ich auf Reisen nie krank werde

Wer auf Reisen schon mal einen oder mehrere Tage verloren hat, weil er krank war, der weiß: Lustig geht anders. Dabei kann man selbst am anderen Ende der Welt, wo hygienische Standards anderen Maßstäben entsprechen als in Mitteleuropa, typische Reisekrankheiten vermeiden. 7 erprobte Tipps, wie man gesund um den Globus reist.

1. Ich schwöre auf die Regel „Cook it, boil it, peel it or forget it!“

Die erste und wichtigste Regel auf Reisen trägt enorm dazu bei, dass man gesund bleibt, wenn man um den Globus jettet: „Cook it, boil it, peel it or forget it!“ (deutsch: Koche es, brate es, schäle es oder vergiss es!). Warum? Die Trinkwasserqualität jenseits von Mitteleuropa ist eine völlig andere, was bedeutet: Werden Lebensmittel damit gewaschen, können Krankheitserreger in unseren Körper gelangen. Dazu kommt, dass hohe Temperaturen verbunden mit einer hohen Luftfeuchtigkeit das Wachstum von Mikroorganismen und Krankheitserregern auf der Oberfläche der Lebensmittel fördert. Deshalb gilt: Wasser muss immer abgekocht sein, Fleisch und Fisch gut durchgebraten, frisches Gemüse oder Obst geschält. Ansonsten: Forget it!

2. Ich trinke kein Wasser aus der Leitung. Niemals.

Ich trinke niemals – wirklich niemals! – Wasser aus der Leitung, wenn ich auf Reisen bin. In den meisten Ländern der Welt wird die Wasserqualität nicht so gut kontrolliert wie in Europa, was bedeutet: Das Wasser ist verunreinigt und Gift für uns. Woran Einheimische gewöhnt sind, hat auf unseren Körper eine fatale Wirkung: Wir werden krank. Daher achte ich stets darauf, dass ich mir ausreichend Wasser in Flaschen besorge, egal in welchem Teil der Welt ich mich befinde und egal wie mühsam das manches Mal auch sein kann (schon mal einen Supermarkt in der afrikanischen Steppe gesucht?). Neulich ging mir nachts das Wasser aus, also griff ich zu Plan B: Da ich einen Wasserkocher im Zimmer hatte, kochte ich Wasser ab, hing ein paar Teebeutel rein und kühlte alles über Nacht. Am nächsten Tag hatte ich Eistee zum Mitnehmen. Wichtig: Um das Wasser richtig abzukochen, sollte man es zehn Minuten kochen lassen; erst dann ist alles abgetötet.

3. Ich falle niemals auf „verstecktes“ Leitungswasser rein.

Wer auf Reisen Leitungswasser vermeidet, aber dann jedes Getränk mit Eiswürfeln bestellt, darf sich nicht wundern, wenn er krank wird. Ich achte immer darauf, dass ich kein „verstecktes“ Leitungswasser zu mir nehme. Das findet man nicht nur in Eiswürfeln, sondern auch in Speiseeis und auch häufig auf Salaten und in frischen Fruchtsäften. Die werden nämlich oft mit Leitungswasser verdünnt, was man aber leider nicht sehen kann. Im Zweifelsfall fragt man natürlich, woraus etwas gemacht wurde, hier gilt das Prinzip des Hausverstandes: Der Barkeeper im Mittelklassehotel wird vermutlich ehrlicher antworten als der Verkäufer am Streetfoodstand. Vorsicht gilt auch bei Obst und Salat: Ich esse nur Früchte, die man schälen kann (Bananen, Mangos oder Kiwis sind okay, aber keine „gewaschenen“ Beeren, Äpfel und Co.) und niemals Salat: Denn der wird in fast allen Fällen mit Leitungswasser gewaschen – und das kann fatale Auswirkungen haben.

4. Ich vertraue auf mein Bauchgefühl. Und auf meine Beobachtungsgabe.

Auf Reisen treffe ich viele Entscheidungen aus dem Bauch raus, vor allem aber beobachte ich sehr genau die Lage, in der ich mich befinde. Ich bin jemand, der sehr gerne Fleisch isst und auch neugierig auf Neues ist, deshalb bin ich ein absolutes Opfer für Straßenstände. Das Problem dabei ist, dass man sich nie sicher sein kann, wie die hygienischen Zustände rundum sind. Wichtig ist, dass man sich ein Bild von der Situation macht: Wie sauber bzw. wie schmutzig wirkt der Stand? Wo und wie wird beispielsweise das rohe Fleisch aufbewahrt? Auf einer Reise durch Nepal beobachtete ich beispielsweise mehrfach, wie Hühnerfleisch fürs Kochen vorbereitet wurde: Immer saßen ein paar Männer auf dem Boden, hackten auf einer nicht wirklich sauber wirkenden Decke auf das Fleisch ein (das natürlich weit über die Decke auf die schmutzige Straße flog) und warfen die Einzelteile dann in einen Topf. Ich entschied mich in der Folge dazu, kein Fleisch mehr zu essen – eben weil ich gesehen hatte, unter welch fragwürdigen Umständen es behandelt wurde. Lieber esse ich zwei Wochen lang Reis und gekochtes Gemüse, als mir durch verunreinigtes Fleisch eine Krankheit zu holen.

5. Ich wasche sehr oft die Hände. Und ja, ich desinfiziere sie auch.

Ich werde oft belächelt, wenn ich auf Reisen aus meiner Handtasche ein Desinfektionsmittel hervorzaubere, ich bin mir aber sicher, dass genau das mich schon viele Male geschützt hat. Klar ist: Wer sich zu oft die Hände desinfiziert, zerstört die natürliche Schutzbarriere der Haut. Bin ich aber am anderen Ende der Welt, möchte ich gewappnet sein. Schon mal auf eine Toilette in China gewesen? Was man da sieht und riecht, kommt einem Albtraum nahe, viel wichtiger ist aber: Oft gibt es nicht mal Wasser, um sich die Hände zu waschen. In diesem Fall hilft mein kleiner Hand Sanitizer. Generell wasche ich mir auf Reisen häufiger die Hände als zu Hause, aber als doppelter Boden ist ein Desinfektionsmittel wirklich Gold wert. Wichtig ist auch, dass man sich immer gut überlegt, was man berührt: Hunde und Katzen können noch so niedlich sein: In fremden Ländern würde ich sie niemals streicheln, eben weil ich nicht weiß, was ich mir da einfangen könnte.

6. Ich vermeide Klimaanlagen. Oder schalte sie ganz aus.

In vielen heißen Regionen wird man permanent mit Klimaanlagen und einem enormen Wechsel der Temperaturen konfrontiert. Draußen sind 35 bis 40 Grad, in Bussen, Bahnen, Hotels oder Einkaufszentren wird auf kalte 16 Grad runtergekühlt. Ich persönlich vertrage Klimaanlagen ohnehin schlecht, dieses Wechselbad der Temperaturen ist zusätzlich der Garant dafür, dass ich krank werde, wenn ich mich nicht schütze. Das heißt: Selbst wenn es draußen noch so heiß ist, habe ich immer eine dünne Jacke oder einen großen Schal mit, um mich drinnen warm zu halten. In Hotelzimmern schalte ich grundsätzlich die Klimaanlage aus. Lieber schlafe ich im Warmen bei natürlichen Temperaturen, als ständig einen frischen Luftzug um mich zu haben, der mir garantiert eine Erkältung beschert.

7. Ich wappne mich für Langstreckenflüge.

Es ist auch die Klimaanlage in Flugzeugen, die für viele zum Problem wird: Selbst wenn man das Gebläse über dem Sitz ausstellt, läuft während einem Flug immer die Klimaanlage an Bord. Deshalb schwöre ich schon immer auf eine Grundregel bei Flügen: Ich trage nur bequeme Sachen aus guten, atmungsaktiven Materialien, was bedeutet: Ich fliege immer in Jogginghose und Kapuzenpulli und habe zwei essentielle Dinge dabei: Schal und Kuschelsocken. Auch hierfür werde ich gerne belächelt, allerdings schützt mich dieser Kleidungsstil tatsächlich: Ich habe es bequem und warm, die Kuschelsocken wärmen meine Füße, Schal und Kapuze meinen Hals; und wenn’s hart auf hart kommt, verwende ich den Schals als Decke – ich packe nämlich immer nur Schals und Tücher ein, die ich ausgebreitet zum Zudecken verwenden kann.

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