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1001 Nacht in Marokko: 13 Dinge, die man unbedingt in Marrakesch machen muss

Influencer und Blogger machen einen großen Fehler, wenn Sie nur nach Marrakesch reisen, um das perfekte Instagram-Foto zu schießen. Das Flair der fototauglichsten Stadt Marokkos offenbart sich nämlich meist dann, wenn man die Kamera mal links liegen lässt. Denn Marrakesch muss man nicht nur sehen, Marrakesch muss man vor allem spüren.

1. In einer Rooftop-Bar in Marrakesch sitzen und die Aussicht genießen

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Der Zauber von Marrakesch offenbart sich einem vor allem, wenn man die Stadt von oben betrachtet. In der Medina gibt es unzählige Rooftop-Bars, viele von ihnen sind auf schmalen und engen Häusern gebaut, in denen man erst unzählige schiefe Stufen nach oben gehen muss, ehe man die Terrasse erreicht. Genau das sind aber jene Cafés und Restaurants, die Marrakesch ausmachen: In den großen, offensichtlichen Lokalen mit riesigen Balkonen und Terrassen sitzen hunderte Touristen, deshalb lohnt es sich, stets um die Ecke – oder in diesem Fall – nach oben zu schauen. Manche Terrasse ist gerade mal 10 Quadratmeter groß, dafür aber ruhig, heimelig – und vor allem abseits der Touristenmassen.
Tipp: So versteckt und verwinkelt die Stufen auch nach oben führen mögen: Unbedingt immer den Weg bis auf die Terrasse suchen und nicht in einem der Zwischenstöcke bleiben. Die Dachterrassen in Marrakesch findet man oft nicht auf den ersten Blick, daher gilt es, die Augen offen zu halten und immer bis ganz nach oben zu klettern.

2. Zeit rund um den Place de Epices verbringen

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Einer der schönsten Plätze in der Medina ist der Place de Epices. Auf dem Gewürzplatz kann man nicht nur gut einkaufen – von Gewürzen über Geschirr bis hin zu Decken und Teppichen -, es gibt auch viele Bars und Cafés, in denen man Tee trinken und den Trubel von oben beobachten kann.
Tipp: Das beliebteste und lässigste Café am Platz ist das „Café de Epices“ mit seiner rot bemalten Fassade, es steht allerdings in jedem Reiseführer und ist entsprechend voll. Es gibt aber noch einige andere Lokale, von denen man einen genauso schönen Blick hat – und das gehypte Café sogar beobachten kann, zum Beispiel von der Terrasse des „Café Shtatto“ aus.

3. Sich in den kleinen Gassen der Medina verlaufen

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In keiner anderen Stadt wechselt die Stimmung so schnell, wenn man um eine Ecke biegt, wie in Marrakesch. Gerade noch mitten im Trubel, schlucken die kleinen Gässchen der Medina sofort alle Laute, sobald man in eine ruhige Gegend abbiegt. Dann kann es sein, dass man keinem Menschen begegnet und die Stadt von einer völlig neuen Seite erlebt. Angst davor, sich zu verirren, darf man nicht haben, im Gegenteil: Es macht den Reiz der Stadt aus, sich in ihrem Labyrinth zu verlieren und Ecken kennenzulernen, die man sonst nie gefunden hätte.
Tipp: Wer sich verläuft, muss sich keine Sorgen machen. Zum einen ist die Medina nicht so groß, sodass man irgendwann wieder an einer belebten Stelle herauskommt und sich auskennt, zum anderen tauchen ganz schnell Kinder auf, die einen aus dem Labyrinth herausführen. Merke: Wer diese Hilfe annimmt, sollte ein paar Dirhams zur Hand haben.

4. Sich auf die bunten Farben von Marrakesch einlassen

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Marrakesch wird gerne als die „rote Stadt“ bezeichnet, da viele Gebäude und vor allem die Mauern der Stadt (gehören übrigens seit 1985 zum Weltkulturerbe der Unesco) in einem rötlichen Ockerton erstrahlen. Die Farbe Rot steht in Marokko für Macht und Feuer, für Unendlichkeit und Weite – ist aber längst nicht die einzige Farbe, die man hier sieht. Spaziert man durch die Medina, offenbaren sich einem alle nur denkbaren Farben – in Form von Gewürzen, Bildern und Blüten, auf Teppichen und Geschirr, auf Kleidung und Schmuck. Oft ist man mit diesem bunten Spektrum fast überfordert und weiß nicht, wo man zuerst hinschauen soll, daher gilt trotz Trubel in Marrakesch immer eine Regel: sich Zeit zu lassen.
Tipp: Wer die vielen Farben einfangen will, sollte immer darauf achten, wie er fotografiert. Im Zweifelsfall sollte man immer fragen, bevor man an einem Stand Fotos macht; Menschen sollte man lieber meiden und vor allem nie ungefragt fotografieren.

5. In einem hübschen Riad statt einem Hotel übernachten

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Keine Frage, es gibt in Marrakesch jede Menge schicker Hotels, die richtig authentische Marrakesch-Erfahrung macht man aber, wenn man ein Zimmer in einem Riad bucht. Das arabische Wort bedeutet Garten und steht für ein traditionelles marokanisches Haus mit einem Innenhof bzw. inneren Garten. Das Besondere an dieser Übernachtungsart ist zum einen, dass die meisten Riads nicht sonderlich groß sind, und zum anderen, dass sie in der Medina liegen, sodass man zentral wohnt und alles perfekt zu Fuß erreichen kann.
Tipp: Viele Riads haben einen eigenen Pool und tolle Dachterrassen, daher lohnt es sich, vor der Buchung genau auf die Ausstattung zu achten. Für das perfekte Marrakesch-Feeling checkt man in einem Riad mit beidem ein!

6. Die kulinarischen Seiten von Marrakesch genießen

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Der kulinarische Klassiker in Marokko wird im Tontopf geschmorrt: Eine Tajine ist immer die ideale Wahl, egal ob mit Fleisch oder vegetarisch! In den typischen Berbertöpfen, die man in der Medina auch an jeder Ecke kaufen kann, schmoren die Marokkaner Gemüse, Fisch, Lamm oder Hühnchen direkt über dem Feuer oder im Ofen. In vielen Varianten kommen Mandeln, Datteln, Dörrpflaumen oder Aprikosen dazu und sorgen neben Gewürzen für eine exotische Note. Dazu ist man klassischerweise Couscous.
Tipp: In der Medina gibt es viele kleine Bäckereien, die auf wenigen Quadratmetern mehrfach täglich frisch backen und die besten Süßspeisen verkaufen. Einfach fragen, was frisch ist – und für wenige Dirhams den besten Snack naschen!

7. Tee in Marrakesch trinken

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So gut und aromatisch der meiste Kaffee, den man in Marokko serviert, mittlerweile auch schmeckt: Für das richtige Marrakesch-Feeling trinkt man Tee: heiß, schäumend und aus kleinen Gläsern. Die bekannteste Sorte ist der  Thé à la Menthe, ein starker grüner Tee, der mit viel Zucker und frischer Minze serviert wird. Die Teeblätter kann man auch in den Souks kaufen, um sich den Geschmack der Stadt nach der Heimreise zu Hause nochmal auf der Zunge zergehen zu lassen.
Tipp: Den perfekten marokkanischen Tee erkennt man daran, dass er schäumt. Das erreicht man durch eine einfache Handbewegung: Die Teekanne wird hoch über die Gläser gehoben, erst dann wird der Tee eingeschenkt. Durch die Höhe entsteht der berühmte Schaum auf dem Tee.

8. Einen Sonnenuntergang über den Dächern von Marrakesch bestaunen

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Tagsüber in einer der vielen Rooftopbars zu sitzen, ist das eine – wer jedoch kurz vor dem Sonnenuntergang kommt und einen Platz ergattert, sieht das bunte Naturschauspiel in der ersten Reihe fußfrei hoch über der Stadt. Geht die Sonne unter, verändern sich erneut die Farben von Marrakesch. Sobald es dunkel wird, ist die Dynamik eine völlig andere: Lichter und Feuer gehen an, Händler wechseln ihr Sortiment, Garküchen machen auf und der Trubel der Stadt findet in einem mystischen Schatten statt.
Tipp: Zwar sind die Preise eher hoch, aber auf der Dachterrasse der „Kosybar“ hat man einen tollen Blick auf das beleuchtete Minarett der Koutoubia-Moschee.

9. Nachts um die Häuser in Marrakesch ziehen

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Marakkesch ist eine jener Städte, deren Ruf nachts schlechter scheint, als er wirklich ist. Gerade, wenn auf den großen Plätzen der nächtliche Trubel losgeht, macht es Spaß, mitten durch das Geschehen zu bummeln. Das Licht ist ein ganz besonderes, wenn in den Garküchen die Feuer angehen und wie wild gekocht wird, Gaukler ihre Kunststücke zeigen und Touristen in den vielen Restaurants sitzen. In den belebten Ecken der Medina kann man völlig unbesorgt spazieren gehen, selbst als Solo-Traveller.
Tipp: Wer ängstlich ist, meidet einfach die schmalen Gassen der Souks, da die meisten Läden ohnehin schon geschlossen sind. Auf den Plätzen ist aber so viel los, dass man sich keine Sorgen machen muss.

10. Die Shops in Marrakesch anschauen

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Teppiche oder Teegeschirr, Kissen oder Decken? Neben den unzähligen kleinen Ständen in den Souks gibt es in Marrakesch auch viele Läden, die teilweise hochwertigere Ware verkaufen. Es lohnt sich, in Ruhe durch die Lädem zu schlendern und sich alles in Ruhe anzuschauen – und zu überlegen, was man kaufen möchte. Einer der schönsten Shops in der Medina befindet sich direkt am Place de Epices im Restaurant „Nomad“ (das übrigens auch sehr empfehlenswert ist). In dem kleinen Laden namens „Chabi Chic“ gibt es tolle handgemachte Produkte – von stylishen Tassen bis hin zu Tee und Gewürzen.
Tipp: Außerhalb der Medina findet man im Shop „33 Rue Majorelle“ an der gleichnamigen Adresse den ersten Concept Store von Marrakesch – das perfekte Ziel für Fashionistas!

11. Durch die Souks in Marrakesch flanieren

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Mit einer Größe von rund 20 Hektar gelten die Souks in Marrakesch als größter Basar Marokkos. Um sich alles in Ruhe anzuschauen, würde man Tage brauchen, dazu kommt, dass die schmalen Gässchen wie ein Labyrinth angelegt sind und man sich ständig verirrt. Genau das macht aber den Zauber aus – neben all den Waren, die man erstehen kann. Ob bunte Keramik, handgefertigte Woll- und Seidenteppiche, Gewürze, Schmuck, Berbermützen oder Arganöl – es gibt nichts, was es nicht gibt. Hier gilt es, sich einfach treiben und auf das Flair einzulassen.
Tipp: Gerade als Frau wird man in den Souks sehr häufig angesprochen und manchmal auch angestarrt. Hier hilft eine freundliche Arroganz: Lächeln, danke sagen und weitergehen. Generell sollte man darauf achten, sich nicht zu freizügig zu kleiden (Schultern und Knie bedecken, kein tiefer Ausschnitt), um nicht absichtlich die Blick auf sich zu ziehen.

12. In den Souks handeln und shoppen

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Zur Kultur der Berber und des Shoppings in den Souks gehört es, zu handeln. Immer und jederzeit. Wer einen zuerst genannten Preis annimmt, der outet sich nicht nur als unwissender Tourist, er beleidigt beinahe die Händler, die einen riesengroßen Spaß daran haben, mit den Leuten den Preis zu verhandeln; das ist in Marokko ein großer Teil der Kultur. Hier gilt: Den erstgenannten Preis auf mindestens die Hälfte runterhandeln – und das immer in Ruhe und mit einem Lächeln. Einkaufen ist in den Souks ein Ritual, das man zelebrieren sollte.
Tipp: Hat man gut gehandelt, wird man oft als Berber beschimpft. Das ist dann aber nicht als Beleidigung, sondern als Kompliment gemeint – und sollte mit einem breiten Lächeln und einem Danke quittiert werden.

13. Trotz der vielen Touristen eine Runde auf dem Djemaa el Fna drehen

1001 Nacht: 13 Dinge, die man unbedingt in Marrakesch machen muss 1001 Nacht: 13 Dinge, die man unbedingt in Marrakesch machen muss 1001 Nacht: 13 Dinge, die man unbedingt in Marrakesch machen muss Über den Djemaa el Fna scheiden sich die Geister: Während die einen Touristen am liebsten stundenlang über den berühmtesten Platz der Stadt bummeln, meiden ihn andere genau deshalb wie die Pest. Der „Platz der Gaukler“ heißt eigentlich „Platz der Gehängten“, weil einst die Almoviden-Herrscher hier Verbrechern die Köpfe abhackten. Heute geht es weniger brutal, aber fast genauso abenteuerlich auf dem bunten Platz zu: Schlangenbeschwörer, Feuerspucker und Schaustellern wollen Touristen beeindrucken, auf kleinen Ständen wird allerlei Krimskrams verkauft, überall ertönt Trommelmusik und nachts zieht dicker Nebel auf, wenn die Garküchen eröffnen. Doch selbst wenn der Djemaa el Fna heute stark touristisch und überlaufen ist: Zumindest einmal muss man diesen Wirbel erlebt haben!
Tipp: Wem der Trubel zwischen Sonnenuntergang und Mitternacht zu viel ist, der schlendert tagsüber über den Djemaa el Fna. Dann sind weniger Touristen unterwegs und auch die ganzen Gaukler, die einen ständig ansprechen, sind noch nicht da.


Offenlegung & Infos

Das österreichische Reiseunternehmen Weltweitwandern hat mich eingeladen, an einer Wanderreise in Marokko teilzunehmen, wo ich ein paar Tage in Marrakesch verbringen konnte; meine Reportage wurde in der Zeitschrift miss veröffentlicht. Das zweite Mal war ich privat in Marrakesch und habe die Reise selbst bezahlt.

(Werbung, unbezahlt / Pressereise & Privatreise / Ortsnennung und Verlinkung)

 

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